Die Musik…

…verleiht dem eh schon zauberhaften Japan, noch mehr Zauber. Im Moment ist gerade Freitag. Also eigentlich viel zu früh um schon einen Eintrag zu verfassen…aber ich fange einfach schon mal an.

Da ich den Montag – Tag des Sports, ein Feiertag – damit verbracht habe wieder zu gesunden, kann ich darüber nicht so viel erzählen. Ich schätze die Fakten über mein Schlafverhalten als eher uninteressant und für dieses Blog unangebracht ein.

Der Dienstag gibt leider auch nicht viel her – lediglich Schule. Ich hatte das erste Mal meinen Kanji-Kurs. Nicht so spannend. Aber ich strenge mich an und lerne viel, damit ich demnächst in den höheren Kurs wechseln kann.

Unterricht ist kein wirklich spannendes Thema. Zumindest wenn es um das erlernen der japanischen Sprache geht. Wobei ich anfügen möchte, dass ich meine Lehrer inzwischen recht lieb gewonnen habe. Am Mittwoch hatte ich aber neben meinem Sprachunterricht noch einen weiteren Unterricht.

Ich war in einem Taiko-Kurs! Die Schule hatte als Werbung aushängen, dass man einen solchen einmal kostenlos besuchen kann. Die Chance hab ich mit einem meiner Mitschüler gleich mal genutzt!

Aber erstmal zum Instrument. Bei der Taiko handelt es sich um die japanische Trommel. Für alle besonders wissensdurstigen hier ein Link zum Wikipedia-Eintrag. Dort wird das alles gut erklärt. (de.wikipedia.org/wiki/Taiko)

Kurz zur heutigen Nutzung: Die Taiko spielt im Theater, auf Volksfesten und als…neue „Konzert-Attraktion“ eine große Rolle. Vielleicht hat ja der ein oder andere schon von „Yamato“ „The Drummers of Japan“ oder ähnlichen Gruppen gehört, die durch die Welt touren und vor Publikum eine Show und sehr viel Rhythmus liefern.

Bei so einem Unterricht war ich also und ich muss gestehen ich bin langsam, wenn es darum geht mit Rhythmus zu arbeiten. Nichts desto trotz war es eine wundervolle Erfahrung. Ich habe schon zuvor Taiko gehört. Aber eben nur gehört.

Es ist etwas komplett anderes und einzigartiges wenn man eine Taiko fühlen darf. Das Wummern, was man um sich herum fühlt.

Wir waren in dem Kurs so um die 50 Leute. Es gab drei verschiedene Arten von Trommeln und alles war in mehreren Reihen kreisförmig angeordnet. In der Mitte stand die „Vortrommlerin“. Wir wurden auch gleich an kleine Trommeln gestellt und sollten einfach mitmachen. Durch die Reihen sind zwei bis drei Damen gehuscht die einem geholfen haben, wenn man wie ich ein wenig langsam im Aufnehmen des Rhythmus war.

Zwischendrin gab’s auch immer Päuschen, wo die Profis an die Taikos sind um für einen Auftritt zu üben (glaube ich…) – das war toll! Man spürt die Schwingungen.

Ich leide gerade an einem Mangel an Worten und Wendungen um die Erlebnisse wirklich gut auszudrücken. Ich glaube die Taiko ist so eine Sache die man wirklich selber erleben sollte. Nicht unbedingt spielen, aber sehen, hören und fühlen.

Unter Anderem habe ich übrigens auf so einer Taiko gespielt.


Noch mehr Musik gab’s dann überraschender Weise am Donnerstagabend. Ich wurde von meiner Gastschwester und Freund gefragt ob ich nicht mit zum Matsuri gehen will. Ein Matsuri ist ein Fest, ähnlich der Kleinmesse nur ohne die ganzen Fahrgeschäfte. Die ganze Sache selbst wurde übrigens für die Gottheit des nahegelegenen Schreins abgehalten. In welchem Bereich genau diese Gottheit nun arbeitet, weis ich leider nicht.

Neben einer Bühne mit musikalischer Einlage und Ständen mit Spielen (Dosenwerfen, Schießen, Goldfische angeln, Schildkröten fangen, Bälle aus dem Wasser fangen, Ringe werfen, Lose ziehen) gab es unheimlich viele Fress-Stände!

Ich habe auch gleich die Chance genutzt und viele japanische Gerichte probiert. „Horumon“ sind Gedärme mit Gemüsezeugs – gebraten. War nicht so meins…

“Karaage“ kleine Hühnchenfleischwürfel vorher in Mehl gewälzt und dann frittiert. LECKER!

„Mizuame“ heißt übersetzt „Wasser-Süßigkeit“ und dann ist es auch….klebriges Zuckerwasser in dickflüssiger, eher starrer Form. Mit ein bisschen Obst drinne~ war mir zu süß.

„Anzuame“ Pflaumen-Süßigkeit. Eine sauere Pflaume in diesem klebrigen Zuckerwasser~ das ist so gar nicht mein Fall. Viel zu sauer.

„Kakigoori“ Crush-Eis mit Sirup der Wahl oben drauf. Ich hab Calpico genommen. Lecker!

„Jagaimo“ Kartoffel am Spies. Außen rum ein süßer Teig… Ein bisschen Butter hatte man dazu auch noch. Auch sehr lecker~

Des Weiteren gab es noch Takoyaki (Tintenfischbällchen), Bananen mit Schoki-, Erdbeer- oder Vanilleglasur, Liebesäpfel, Crepe, Zuckerwatte, frittierte Spagetti, Yakisoba (Bratnudeln), Okonomiyaki (Omlettähnlich, siehe einen vorangegangenen Beitrag).

Leider keine Musik, dafür aber viel Lärm war am Sonntag. Ich hab mich wieder mit meiner Japanerin getroffen. Zum Mittag gab’s dann Fließband-Sushi. Was erstaunlich gut war. Für mich sind rohe Speisen nichts. Aber es gibt ja lecker Tamago-Sushi (mit Ei) und Sushi mit Gemüse.

Dann sind wir erstmal Englisch pauken gegangen. Hat gedauert. Ich habe zuviel vorbereitet, aber es lief ganz gut.

Weil wir noch Zeit hatten, sind wir dann nach Akihabara gefahren und haben uns dort ein wenig umgesehen. Es war sehr interessant, aber ein näherer Bericht zu Akihabara kommt noch. Das ist übrigens das Viertel für Elektro-Freaks und Manga/Anime-Fans. Es ist laut! Sowie eigentlich in ganz Tokyo. Aus jeder Ecke dröhnt Musik, Werbung, Rufe der Verkäufer. Phu~ ich bin froh das in meiner Nachbarschaft alles ruhig ist. Aber ich wohne ja auch im Randgebiet.

Wie immer waren wir lecker essen. Dieses Mal gab es STEAK!  Wirklich unheimlich lecker und wir haben viel geplaudert. Worüber bleibt mein Geheimnis 😉 Und so interessant ums in einen Blog zu stellen, wars nun auch nicht.

Auf der Fahrt nach Akihabara war übrigens ein Betrunkener neben uns. Sojemand in Japan also auch unterwegs. Jener ist dann beim Aussteigen erstmal gegen die Bahn getaumelt ist. Die stand dann für mehrere Minuten, während unser Wagon (wir haben das ja direkt gesehen) in heller Aufregung war. Ein Angestellter hat dann geschaut, dass alles in Ordnung mit dem Mann war. Ein bisschen Aufregung für den Tag. Soll ja gesund sein – angeblich.

Soweit zur vergangener Woche.

Fragen werden aus Zeitgründen leider nicht beantwortet. Ab nächster Woche dann wieder.

Ich entschuldige mich für die leichte Verspätung dieses Eintrages

Liebe Grüße,

Rumi

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4 Kommentare zu “Die Musik…

  1. kyoumono sagt:

    NEID, HASS, MISSGUNST!

    Jawohl! ich bin echt neidisch über den Taiko-kurs! Da wär ich auch unheimlich gern dabeigewesen. TT___TT

    und das ganze Essen *sabber* ich möchte endlich mal takoyaki und okonomiyaki essen. gibt es denn wirklich nirgends in berlin einen laden, der sowas macht? gnaaaa!

    Übrigends: die Geburtstagsgrüße an Lille sind wohlbehalten angekommen.^^

    und wenn du nochmal nach akiba fährst, magste mir nicht irgenend nen tinnef von da mitbringen?! händüanhänger oder so? okane bekommste auch zurück! hontou!Ö___Ö

    und geh bitte für mich in ein Butler Café!!! und mach davon ein foto…

  2. Anonym sagt:

    ^^

    Hey Große,
    entlich habe ich auch wieder I-Net und lese interessiert deine Berichte.

    Das mit dem eis klingt interessant^^
    So viele Sorten *staun*

    Ja, du fängst noch an Insekten und Krabbeltiere zu lieben XD

    Das mit dem Trommeln klingt gut, ich selber habe sowas glaube ich noch nciht gehört
    *das unbedingt nachholen muss*

    Ui, das mit dem Fest klingt gut.
    Wie in den Mangas^^
    Schildkröten fangen?

    Liebe Grüße
    Niny

  3. hidek sagt:

    Hallo!

    Hast du auf dem Fest so viele Essen gegessen;)? Das war super! Akihabara ist interessant, nicht wahr? Man kann dort viele komische Typen sehen;)

    Ich schicke dir einen Link über einen Tanz mit Taiko. Besonders in Kyushu-Insel machen Schüler den Tanz im Sportfest in der Schule.

    Das ist vielleicht sehr exotisch;)

    Neuerdings ist es kalt geworden, oder? Naja, Berlin ist viel kälter als Tokio… Ich wünsche dir noch weitere anregende Zeit in Japan!

  4. akai_corbie sagt:

    So, nu melde ich mich auch mal wieder zu Wort 😀

    *immer stolzer auf die Rumi werd*

    Ich schließe mich Kyoumono an: NEID! So’n Taikokurs ist schon was feines XD

    Und *auf ein paar Eintrage zuvor deut*, dass dein Gastpapa in ner Band spielt, die Kiss covert find ich echt klasse!! Du hast mit deiner Gastfamilie wirklich mega viel Glück!! ^^

    Und mit der Flugzeugbekannschaft. Ich mein… sie hat dir einen Tag Disneyland spendiert!! O____O Wie geil ist das denn?! Ich will gar nicht daran denken, wieviel ich damals an einem Tag da ausgegeben hab… *gulp* Da muss ich mir für den nächsten Flug nen guten Sitznachbarn aussuchen XD *lach*

    Und…du tägst nen Rock? *umkipp* FOTOS!! XD

    Awww, du warst aufm Matsuri (*_*) Wie cool! Das will ich auch noch eines Tages schaffen! Mit meinem schicken Yukata ^^ Und das ganze Essen *sabber*
    Bringt dir eigentlich deine Gastmutter auch das Kochen einzelner einfacher Gerichte bei? Wenn du wiederkommst müssen wir zusammen kochen ^^

    Oh und in Berlin solls wieder nen Laden mit japanischen Karaoke-Songs geben… 😀

    Kannste mir was ausm 100en-Shop mitbringen? *auch das geld dafür geben wird*
    Zum einen: gibt es da so einen kleinen Block von der Firma „Campus“, welcher wie ein kleines Vokabelheft funktioniert. Vorteil: da gibt es verschiedene Spalten für Kanji und die Lesung und Bedeutung. Is recht übersichtlich gestaltet.
    Und niedliches Briefpapier+Umschläge hätte ich gerne. Da gibts ja auch ne mege Auswahl^^

    Freu mich, wenn du wieder da bist (;_;). Sitze momentan in Bungo und kapiere nichts. Kö hat dich da mehrmals lobend erwähnt XD
    Und ich riesen mega Idiot hab mich für den Nikyuu angemeldet… ich könnte jetzt ne Rumi gebrauchen, die mir in den Hintern tritt (>_>)

    So, dann sei mal weiterhin schön fleißig!
    Janz doll liebhab
    Ju

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