Ankunftsseminar und Ferien

Hallo liebe Leser,
im folgenden Blogeintrag werde ich kurz über mein Ankunftsseminar berichten und danach auf meine Ferienwoche eingehen.

Vorher wollte ich jedoch kurz an etwas erinnern: ich werde mindestens einmal im Monat einen Eintrag verfassen. Alles was mehr ist, ist Bonus. Ich bin ja hauptsächlich hier um Dinge zu erleben und nicht um ständig darüber zu schreiben 😉  Ich hoffe die ungeduldigere Leserschaft *zur Familie schiel* kann das akzeptieren.

Nun denn, auf zum spannenden Thema des Ankunftsseminars. Das hatte ich in der ersten Oktoberwoche in einem kleinen Örtchen names Ollerup, welches auch hier auf der Insel Fyn liegt. Wir waren in der ältesten Hojskole Dänemarks untergebracht, der Ollerup Gymnastik Hojskole. „Wir“ waren 14 Freiwillige aus Europa: Deutschland, Spaninen, Ungarn, Frankreich, Slowakei, Italien. Außerdem noch unsere zwei Seminarleiter – die beide Dänen waren.

Neben einem kleinen Ausflug nach Odense ins Hans-Christian-Andersen Museum, haben wir viel über Dänemark, Kultur, Kulturschock, persönliches Lernen und über die Rolle/Rechte/Pflichten von uns Freiwilligen gesprochen. Ich habe ein paar gute Dinge für mich mitgenommen. Und es war auch (wider erwarten) schön die anderen alle kennen zu lernen. Normaler Weise sind solche Seminare nicht meins, aber wir hatten sehr viel Spaß zusammen. Ich hoffe, dass ich in Zukunft die Chance haben werde ein paar der anderen zu Besuchen.

Mehr gibt es zum Seminar eigentlich nicht zu sagen. Spannender sind da schon eher meine ersten Ferien (13.10 – 21.10). Ich genieße gerade noch meinen letzten Tag, aber die restliche Woche waren mein Vater und meine Schwester zu Besuch.

Am Samstagnachmittag sind beide vor meiner Haustür angekommen und ich bin erstmal vom Kaffeetrinken bei Freunden (zur Verabschiedung von Josi) nach Hause gehetzt. Ich hatte die beiden etwas später erwartet, aber hat ja alles geklappt.
Dann wurde mir erstmal mein ganzes Zeug überreicht – Gitarre, Wintermantel und -schuhe, Kostüme, etc.  Und schwupps gings schon nach Nyborg in unser kleines Sommerhaus. An sich sehr schmuck – nur mit der Temperatur hatten wir am Anfang unsere Probleme – und die kleinen Heizkörper haben das Haus auch nicht so richtig warm bekommen. Wir konnten uns aber gut arrangieren. Am Abend unserer Ankunft sind wir nur ein wenig am Strand entlang gegangen und haben geschaut was wir für den nächsten Tag machen wollen.

Wir sind nach Egeskov – einem Schloss oder auch Wasserburg in der Nähe von Kvaenderup. Egeskov heißt übersetzt soviel wie „Eichenwald“ – der Name enstandt durch die Bauweise des Schlosses, welches als Fundament im Wasser viele Eichenstämme hat. Es sollen wohl soviele sein, dass ein ganzer Wald dafür herhalten musste.

Neben dem Schloss gibt die gigantischen Gartenanlagen und mehrere Museen zu besichtigen. Für Abenteuerlustige gibt es 3 Labyrinthe und eine Hängebrücke in 15 m Höhe. Bei unserem Besuch war alles für Halloween geschmückt – überall hingen Gespenster, Skelette und andere Ungetüme. Die Tage davor, hat das Schloss auch bis Mitternacht geöffnet und man konnte alles im Dunkeln (inklusive Gespenster) erkunden.

  Spielzeugaustellung auf dem Dachboden

Das Holzmännchen auf dem Dachboden. Darf nicht bewegt werden, da sonst das Schloß zur Weihnachtsnacht einstürzt.

(links: Der Schloßherr hatte eine große Leidenschaft für die Jagd; rechts: merkwürdige Dekorationen)

Persönlich fand ich die Ausstellung über historische Kleidung (die ruhig noch etwas umfangreicher hätte sein können) sowie „Titanias Palast“ am besten. Bei „Titanias Palast“ handelt es sich um ein gigantischen Puppenhaus, welches von 1907 bis 1922 Neville Wilkinson für seine Tochter in Auftrag gegeben wurde. Diese hatte im Garten eine Fee gesehen, welche in ein Erdloch rannte. Da ihr die Feen, welche in der Erde leben musste leid taten, bat sie nun ihren Vater eine entsprechende Behausung zu bauen.
Enstanden ist ein Haus mit 18 Räumen (und einem gigantischem Innenhof/garten) eigenrichtet mit handgeschnitzen Mahagoni-Möbeln. Desweiteren befinden sich über 3000 Kunstwerke aus aller Welt in diesem Haus, unter anderem eine spielbare Orgel.

Leider wurde meine Bestellung eines vergleichbaren Hauses von väterliche Seite abgelehnt – zu schade aber auch. 😉

Montag waren wir in Odense – erst in einem großen Einkaufscenter, da ich unbedingt Gummistiefel brauchte! Nachdem diese Aufgabe erfolgreich abgeschlossen wurde sind wir in die Innenstadt von Odense und dort ins Hans-Christian-Anderesen Museum. Für mich der zweite Besuch, habe ich versucht mich an den ersten mit der Führung zu erinnern und das bisschen was noch vorhanden war an meine Familie weiterzuleiten. Nach Beendigung des Besuches sind wir noch ein bisschen durch die Innenstadt geschlendert.

Dienstag waren wir in Kerteminde, im Meerescenter Fjord & Baelt. Dort gibt es Robben und Schweinswale zu bestaunen und eine große Ausstellung über die Ost- und Nordsee und enstprechende Bewohner. Für uns überraschen waren die „Rührbecken“ oder besser „Streichelbecken“. In diesen konnten die Kinder nach Herzenslust herumplatschen und Seesterne, Muscheln und Krabben aus dem Wasser fischen. Ich habe dort auch noch Muri getroffen, ebenfalls eine europäische Freiwillige aus Frankreich.

(Schweinswal-Training)

Mit neuem Wissen über Meer und Fisch bewaffnet sind wir dann weiter nach Norden gefahren. Das Ziel war der „Kopf von Fyn“. Dabei handelt es sich um den nördlichsten Punkt von Fyn, eine kleine Halbinsel um die wir herumspaziert sind. Ich hatte auch Gelegenheit meine Gummistiefel etwas zu testen.

Fyns Kopf – Schafe, Kühe und ne tolle Aussicht.

Die schicksten Gummistiefel der Welt – inklusive Blog-Autorin

Mittwoch sind wir erst mit dem Auto nach Svendborg – von da aus sollte es mit der Fähre zur Insel Ærø gehen. Wir hatten aber noch etwas Zeit und haben uns die Innenstadt von Svendborg angesehen, eine Beschäftigung für die Überfahrt sowie ein wenig Verpflegung besorgt. Als es soweit war, sind wir auf die Fähre und für die nächsten 75 Minuten konnten wir entspannen und nichts tun. Ich habe mit meiner Schwester Schiffe versenken (sollte man sowas während einer Schifffahrt wirklich spielen) und MauMau gespielt.

Auf Ærø in der kleinen Stadt Ærøskøbing angekommen, haben wir (oder besser meine Schwester) erstmal das Touristenbüro heimgesucht. Dort wurde uns geraten mit dem kostenlosen Bus nach Marstal zu fahren. Wir hatten nämlich gut drei Stunden Zeit auf der Insel. Und Ærøskøbing hätte dafür nicht wirklich ausgereicht. So sind wir also nach Marstal und dort durch entlang geschländert. Danach ging es wieder zurück nach Ærøskøbing, welches ebenfalls viele reizende kleine Häuschen hat.
Mehr ist an diesem Tag eigentlich nicht passiert. Aber es war trotzdem schön (auch Wettertechnisch wars in Ordnung).

Donnerstag sind wir, teilweise aus Ratlosigkeit, in den Odense Zoo gegangen. Als Leipziger sind wir natürlich etwas von unserem Zoo verwöhnt, der Odense Zoo war aber gar nicht so schlecht. Für ein paar Tiere hätten die Gehege ruhig größer sein können, aber einige Gehege waren wirklich geräumig und gut gestaltet.

Ich hatte für die Woche einen weiteren persönlichen Höhepunkt: Ich habe Seekühe gesehen. Das ist für die meisten jetzt nicht so spannend. Kann ich auch niemanden verdenken, da Seekühe eigentlich nur dahingehenden spektakulär sind, alles so langsam wie möglich zu machen. Es passiert also nicht soviel beim Beobachten dieser Tiere. Da diese merkwürdigen Kreaturen jedoch zu meinen Lieblingstieren gehören, hab ich mich gefreut und war faziniert!

Der große graue Fleck – ist eine Seekuh.

Am Abend sind wir nach Nyborg. Dort haben wir zusammen im Central Cafeen gegessen. Dort haben wir uns auf traditionelles Dänisches Essen gestürzt (knuspriger Schweinebauch in Petersilliensoße und dänisches Beef mit Zwiebeln). Und wir waren hinterher wirklich sehr, sehr satt. Wir sind also in unser Häuschen gerollt, haben ein paar Sachen vorbereitet und sind dann ins Bett.

Freitagmorgen war Chaosbeseitigung angesagt und dann wurde ich in meinen Dorf abgesetzt. Vor der Weiterfahrt von meiner Schwester und meinem Vater habe ich noch kurz meine Arbeitsstelle (leider nur von Außen) und auch meine Unterkunft + persönliche Werkstadt gezeigt. Damit ist die Ferienwoche auch schon vorbei. Gestern und heute habe ich mit aufräumen, Briefe schreiben und ein wenig spinnen, stricken und nadelbinden zugebracht.

Morgen gehts dann wieder auf Arbeit – diesmal lange, da am Abend auch Juniorklub ist…..juhu!   😀
Soweit also von mir.

Rumi

Happy Halloween

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