Farvel Danmark!

Es wieder einmal Zeit für den Abschlussbeitrag – denn leider geht ja jede Reise einmal zu Ende.

Leider war es mir besonders im letzten halben Jahr nicht möglich einen monatlichen Beitrag zu verfassen. Zum einen hatte ich viel zu tun – zum anderen gibt’s gar nicht so viel zu erzählen.

Blicken wir noch einmal kurz auf das halbe Jahr zurück:

März

War ich mit meinem Vater für eine Woche in Kopenhagen. Unser Hotel lag in der Nähe von Nyhavn (der neue Hafen), eine sehr schmucke Hafenzeile in Dänemark. Meine Erinnerungen sagen mir, dass wir unheimlich viel gelaufen sind. Also eigentlich nur. Ist ja alles recht gut zu Fuß erreichbar.

Aber wohin sind wir gelaufen? Unter anderem waren wir in Christiansburg, wo u.a. das Parlament sitzt. Politiker haben wir keine gesehen, dafür eine Menge Museen. Das wohl interessanteste war das jüdische Museum, welches von Liebkind entworfen wurde. Man fühlt sich schon ein wenig betrunken, wenn man durch die schiefen Gänge geht. Noch mehr Ausstellungen gab es im Nationalmuseum – dänische Vorgeschichte bis in die Gegenwart. Nach 4 Stunden war unser Gehirn dann nicht mehr in der Lage wissen aufzunehmen und wir musste noch ein wenig mehr durch die Stadt laufen. Einfach nur Laufen ohne zu gucken kann man am besten auf dem „Ströget“, zu Deutsch „der Strich“. Das ist definitiv die längste Fußgängerzone Dänemarks und ich glaube mich zu erinnern, dass es sogar die längste Europas ist.

Ist man den Laufens müde, empfiehlt sich eine Hafenrundfahrt. Neben der kühlen Brise, weht einem auch noch etwas Wissen um die Ohren.

Ansonsten waren wir noch bei Amalienburg, Sitz der Königin, und haben den Wachwechsel beobachtet. Für mein Empfinden hätte man das ganze auch etwas effektiver (und schneller) gestalten können. Dann wäre aber das ganze Zeremoniell weggefallen, naja….

Am Rosenburg Schloss waren wir auch noch – rein sind wir dann aber doch nicht gegangen sondern einfach zum Botanischen Garten gegangen. Trotz winterlicher Kälte, gab es im Glashaus viele Pflanzen zu bewundern. Für alle Brillenträger aber erst, nachdem die Gläser wieder entnebelt wurden. In einem Raume für Schmetterlinge haben wir etwas gegessen und die Pflanzen (ohne Schmetterlinge) bewundert.

Damit haben wir auch Kopenhagen im Groben abgedeckt – wir hätten auch noch viel mehr sehen können – aber irgendwann tun einem ja auch mal die Füße weh.

April

Ich habe einen dänischen Geburtstag gefeiert. Genau genommen meinen. Bei dänischer Lagekage (Schichtenkuchen) und Saft haben wir es mit den Kindern krachen lassen! Neben ein paar Geburtstagsliedern wurde mein Alter auch mit Hurra-Rufen bekannt gegeben. Geschmückt war alles mit dänischen Flaggen. Das ist so ein Phänomen, das mich immer wieder verwundert. Bei einer Großen Feier (Geburstage, Hochzeiten, Goldene Hochzeiten, Konfirmation etc) wird sehr gerne alles beflaggt. Fährt man in Dänemark an einer Hecke vorbei, die mehr rot-weiß als grün aufweist, kann man sich ziemlich sicher sein, dass da gerade gefeiert wird.

Gleich nach meinem Arbeitstags gings in den Norden Dänemark, in das schöne Städtchen Aalborg. Dort habe ich zwei spanische Freiwillige besucht, von denen ich auch prompt nochmal mit Geburtstagskuchen (diesmal ein typisch spanischer) beglückt wurde.

Einen Tag haben wir uns die Stadt angesehen. Besonders in Erinnerung blieb mir da das unterirdische Museum zu ein paar Klosterruinen. Der Eingang war ein Fahrstuhl, für den man ein paar Kronen bezahlt hat und dann konnte ein paar Personen mitfahren. Das ganze ging nach Gewicht – gut das wir alles so leicht waren.

Am nächsten Tag ging es dann nach Skagen und damit dem nördlichsten Punkt von Dänemark. Auf unserem windigem Wege am Strand und Meer entlang wurden wir recht durch geblasen. Aber wir haben doch unser Ziel erreicht. Am nördlichsten Zipfel konnten wir beobachten wie die Nord- und Ostsee aufeinander prallen. Schon spannend – wenn auch kalt.

Mai

öhm…..

Eine gute Freundin aus Deutschland war zu Besuch. Zusammen habe wir Fünen unsicher gemacht.

Dänischprüfung: Ich hatte meine schriftliche Dänischprüfung – die ich auch recht gut bestanden habe.

Juni

Dänischprüfung: Ich hatte meine mündliche Prüfung, die ich sehr gut bestanden habe.

Etwas später hatte ich dann auch die Translokation – eine Abschlussfeier für unseren Kurs. Ich kann zu Frieden sein.

Skt. Hans in Deutschland auch bekannt unter Skt Johannes. In Dänemark trifft man sich an diesem Tag – mit Freunden. Wir hatten an diesem Tag in Husmandsstedet auch Programm und eingeladen zum fröhlichen Zusammensein. Neben der Möglichkeit zu grillen, hatten wir eine Salatbar und ein paar Gemüsesachen zur Verfügung gestellt.

Zur Unterhaltung hatten wir eine Country-Band, deren Namen ich leider vergessen habe. Aber gut waren sie.

Gegen Abend haben wir dann den Scheiterhaufen entzündet. Auf diesem saß auch, wie sollte es anders sein, eine Hexe. Diese hatte ich mich meiner Kollegin die Woche vorher gebaut. Aus Holz und Stoff – mit Besen und Papp-Katze sollte sich Walpurga nun auf die Reise zum Blocksberg begeben. Etwas barbarisch ist dieser Brauch ja schon – ähnich wie der Faschingsbrauch mit der Katze aus der Tonne schlagen – aber die liebe Tradition soll gewahrt bleiben.

Zum großen Abschied ging es dann Ende Juni. Wir hatten unsere Feier, bei denen wir nochmal ein Danke an alle richten konnten. Natürlich mit viel Geflenne, aber ein bisschen gehört das schon dazu. Meine offizielle Zeit war damit leider abgelaufen.

Juli

Die erste Woche hatte ich noch eine inoffizielle Arbeitswoche, bei denen wir einen kleinen Sommerferienkursus mit 10 Kindern hatten. Thema war ein eigenes Fanatasietier zu erschaffen und aus Ton zu modelieren. Wir hatten richtig tolle Sachen dabei – unter anderem gab es neben dem Schücken noch einen Wooooop, einen kleinen Dicksack oder einen Nolsnorm zu bewundern. 13 kleine Tierchen haben insgesamt das Licht der Welt erblickt.

Damit war dann auch diese Woche vorbei und die letzte Woche, die ich alleine Dänemark war, nutzte ich um meinen Bekannten und Freunden Lebewohl zu sagen. Ein wenig deprimiert war ich schon – aber die Vorfreude nach Hause zu kommen war auch da.

In der letzten Woche wurde ich dann von einer anderen guten Freundin und ihrem Männel besucht. Endlich hatte ich die Möglichkeit mir das Wikingermuseum in Ribe anzusehen. Dann waren wir noch in Hjerl Hede (ein Freilichtmuseum in Nordjütland) und auch in Kopenhagen und in Egeskov (auf Fünen). Ein gelungener Abschluss für meinen europäischen Freiwilligen Dienst.

Farvel Danmark og tak för allt! (Lebewohl Dänemark und danke für alles)

Auch wieder ein Danke an alle fleißigen Leser und Leserinnen – fürs Durchhalten und beitragsleere Zeit ertragen. Die nächste Reise kommt bestimmt und damit sicher auch wenigstens ein paar Zeilen für dieses kleine Internettagebuch.

Es dankt,

Rumi-Orange

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s