Die Axt im Kirchturme

Höret, höret!

Es soll euch berichtet werden, von einer Sage, die sich zugetragen im Dorfe Mockrehna.

Jetzt aber wieder hochdeutsch!

Ersteinmal möchte ich auf die beiden ersten Bilder verweisen, auf denen die Axt zu sehen ist. Auf dem ersteren Bild ist es wohl eher schwieriger – aber hohlt einfach eure Brille raus.

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Aber wer kann schon eine Axt so hoch werfen?

Bei dem jungen Mann handelt es sich um eine Sagengestalt der Oberlausitz. Oft wird er als Müllerbursche mit einem großem Hut dargestellt, der durch die Lande reist. Dabei geht er gegen habgierige Müllermeister vor und hilft anderen Müllerburschen. Geholfen hat im dabei seine Zauberkraft. Damit trieb aber auch allerhand Schabernack.

Genannt wurde der junge der Mann Martin Pumphut – abgeleitet von seinem doch recht auffälligen Hut.

Aber warum ist nun die Axt im Turme?  Laut der Geschichte soll Pumphut 1705 seine Axt an den Kirchturm geworfen haben.

Er war zusammen mit den Dorfbewohnern der Gaststätte des Ortes und hatte allerlei Spaß bei Trank und Tanz. Ganz nebenbei hat er sich noch etwas über den dortigen Müller lustig gemacht. Die anderen anwesenden Burschen waren auch etwas verstimmt, dass ihnen der Pumphut alle Mädchen zum Tanzen ausspannte. Ein durchreisender Gast betrat das Lokal und erkannte den Zauberer und rief:

„Das ist Pumphut, der Zauberer, der Tunichtgut, der aller Welt übel mitspielt mit seinen Narreteien und Possen. Er ist mit dem Teufel im Bunde. Packt ihn! Packt ihn! Nehmt ihm das Beil. Darin liegt seine Zauberkraft. Packt ihn!“

Dann ging es natürlich rund – Pumphut sprang mit folgenden den Worten  „Ihr sollt das Beil haben, solange Ihr es wollt!“

Draußen wurde er nun dennoch umringt und blieb kein Ausweg mehr. Da schwang er sein Beil und warf es in Richtung Kirche. Alle erschracken und jeder dachte er würde getroffen.

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Doch dann gab es einen Knall und oben in der Kirchtumspitze, di wohl 13 Meter hoch ist, stak nun das Beil.

Der Pumphut nutzte diesen Moment um zu entkommen. Man sagt, dass nur noch der Schatten eines großen Hutes unter einem Stein verschwand. Das war Pumphuts letzter Streich. Nie hat ihn wieder jemand gesehen.

Das Beil im Kirchturm zu Mockrehna ist noch heute da, auch der Stein, unter dem Pumphut verschwand.

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Ich hoffe die kleine Geschichte über solch eine kuriose Sache gefällt. Wer alles genauer wissen möchte kann unter den zwei folgenden Links nachlesen oder selber googlen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Pumphutt

sowie

http://www.sachsen-lese.de/index.php?article_id=209

Grüße,

Rumiorange

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