Es ist an der Zeit!

Freunde, Römer und Blogleser,

es ist wieder an der Zeit. Ich habe mich erneut auf Reisen begeben und sehe nun einem spannenden Jahr in Japan entgegen. Wie immer werde ich versuchen euch auf dem laufenden zu halten. Aber (auch wie immer) ohne Versprechungen. Ich peile mal einen Eintrag pro Monat an. Gegen Ende des Jahres passiert dann vielleicht nicht mehr so viel, daher kann es sich dann mit den Beiträgen wieder etwas hinziehen. Seid geduldig 😉

So, was gibt es also zu berichten? Ich bin ja nun schon etwas über eine Woche hier, habe aber schon einiges erlebt und gemacht. Vielleicht sollten wir aber von vorne anfangen.

Die Anreise

Von Berlin über Istanbul zum Flughafen Narita. Problem war nur, dass ein großer Taifun angesagt wurde. Meine japanische Mutti hat mir vorher Gott sei Dank Bescheid gegeben. Damit war ich schon etwas informierter als der Rest.

In Istanbul startete der Flug nämlich mit zwei Stunden Verspätung. Dumm nur, dass nirgendwo ein Grund oder ähnliches stand. Ich habe das selber auch nur durch eine Reisegruppe mitbekommen. Hungernd und durstend (in der Nähe unseres Gates gab es keine Läden, nur Automaten – aber ich hatte natürlich kein türkisches Geld dabei) wartete ich also auf den Abflug. Irgendwann kam dann mal ein Flughafenmitarbeiter vorbei und brachte Trinken und Sandwiches. Das hat die Lebensgeister erstmal wieder hergestellt und während ich beim Mampfen mit einem italienischen Pärchen ins Gespräch gekommen bin, ging die Wartezeit schnell vorbei.

Alle im Flugzeug eingepackt ging die Reise auch endlich weiter. Ich saß irgendwie im „Ausländer“Block (Türken, Griechen, Spanier). Macht aber nichts, da ich eh vor mich hin gedöst habe. Richtig schlafen konnte ich aber nicht. Ich habe Ironman 2 und Sherlock Holmes 2 geschaut, musste aber zwischen zeitlich pausieren, weil meine Augen irgendwann schmerzten. Gegen 1 Uhr kamen wir dann aber auch auf dem Narita-Flughafen an.

Ruft euch den am Anfang erwähnten Taifun ins Gedächtnis. Der war schon vorbei hatte aber kräftig für Unordnung gesorgt. Die Autobahn war gesperrt, Züge fuhren nur schleppend (irgendwo irgendwelche Gleissedimente weg oder so) und generell war alles etwas chaotisch. In dieses Chaos ist auch meine japanische Mutti gerutscht. Eigentlich bräuchte sie von sich zu Hause zum Flughafen eine Stunde. Um sicher zu gehen, dass sie rechtzeitig zu meiner Ankunft da ist, ist sie schon früh aus dem Haus. Angekommen ist sie dann aber nach 6 Stunden (!!!) gegen 3 Uhr am Flughafen Narita. Ich hatte Glück und war gleich neben einem Internetpunkt. Damit konnte ich mich einloggen und per Mail mit Harumi kommunizieren und ihre Ankunft entspannter erwarten.

Als sie angekommen ist, sind wir erstmal was essen gegangen. So einen großen Hunger hatte ich nicht, aber wer kann schon nein zu Soba-Nudeln sagen. Ich habe doch gut gegessen. Für den Nachhauseweg haben wir dann den Bus gewählt. Das hat ungefähr zwei Stunden gedauert.

Nach einem Abendessen, war der Tag dann aber auch vorbei 🙂 Ich bin tot ins Bett (oder besser auf den Futon) gefallen und habe gepennt.

Bei meiner japanischen Mutti

Angekommen bin ich am Mittwoch und bis Sonntag sollte ich bei Harumi bleiben. Soviele Tage waren das ja an sich nicht, aber wir haben trotzdem viel gemacht.

Donnerstag sind wir unterwegs gewesen um ein Telefon für mich zu beschaffen und zu dieser Agentur für Work&Holiday Makers zu gehen. Herausgekommen ist, dass man für ein Telefon eine gemeldete Adresse braucht und die Agentur bloß noch ein Onlineportal für Jobs verwaltet. Das war schon etwas doof, aber ich habe dann angefangen übers Internet zu suchen. (Bin übrigens immer noch dabei, sobald ich einen Job habe seid ihr, liebe Leser, die zweiten oder dritten die es erfahren.)

Freitag sind wir zum Skytree – mit seinen 634 m der größte Turm der Welt. Harumi war selber noch nicht dort und hat die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ist mit mir hingegangen. Es folgen ein paar Eindrücke und Aussichtsfotos 🙂 Eigentlich hätte ich auch den Fujisan sehen können/sollen. Leider war das Wetter so diesig, dass mir das nicht wirklich möglich war. Ich habe….Umrisse erahnen können.

Skytree_01 Skytree_02 Skytree_03 Skytree_04

Gegegessen haben wir dann in einem Cafe in dem zum Turm gehörigen ShoppingCenter. Auf das ihr seht, was ich speiße. Das erste Bild ist Curry und das zweite irgendwas mit….roten Bohnen (in Suppenformat) und weißen, klebrigen Bällchen. Dabei handelt es sich um eine Süßspeiße die sowohl warm als auch kalt gegessen werden kann. Hat gut geschmeckt.

Curry_Skytree Süßes_Skytree

Samstag war Regen angesagt, daher haben wir uns entschlossen Namja-Town einen Besuch abzustatten. Das liegt in der Sunshine City in Ikebukuro und ist wie ein kleiner Themenpark auf einer einer Etage. Es gibt aber keine wirklichen Fahrattraktionen sondern eher….Mitmach-Dinger. Wir haben ein Ei mit uns herum getragen und es „ausgebrütet“, Geister mit einem Radar gejagt, an einem Dämonenquiz teilgenommen (um den besten Freund einer Katze zu retten….oder so) und waren in einer Magierschule. Außerdem gibt es eine Fressabteilung, bei der man Gyoza (Teigtaschen gebrachten, gekocht, gedämpft) aus ganz Japan essen kann (und China und Korea und so…). Dort haben wir uns erstmal den Bauch vollgeschlagen. Ich war hinterher ganz schön träge. Leider habe ich keine Fotos von Namja-Town aber generell kann ich sagen, dass man dieses Freizeit-Vergnügen nicht aufsuchen sollte, wenn man etwas gegen Lärm und aufregende Einrichtungen hat. Liebhaber von Niedlichkeit, quitschenden Farben und Knoblauch (meist in den Gyoza) werden dagegen ganz auf ihre Kosten kommen.

Als kleiner Fotoersatz, hier zwei Bilder die ich in einem Laden für Kitsch geschossen habe. Personen, die gegen die Farbe rosa allergisch sind, sollten möglichst schnell scrollen.  Das erste Bild zeigt neben Schreibwaren auch noch Socken und beim zweiten sind hauptsächlich Bento-Boxen, also sowas wie Brotbüchsen zu sehen. Und nein, nicht jeder Laden sieht in Japan so aus.

Kitsch_01 Kitsch_02

Sonntag ging es dann entspannter zu, nach dem Koffer packen ging es nach Yokohama zu einer guten japanischen Freundin von mir!

Yokohama

Mit dem Zug in einer Stunde erreicht, wurden wir auch schon von Yuki und ihrem Mann in Empfang genommen. Ich hab mich sehr gefreut, sie wieder zu sehen.

Schön war auch, dass Harumi noch mit zum Essen und Kaffee trinken eingeladen wurde. Später am Abend haben wir sie dann zum Bahnhof gebracht, sind einkaufen gefahren und schwupps gings wieder ins Bett.

Die letzte Woche war entspannt und nicht wirklich mit Touristen-Aktivitäten verbunden. Ich bin eher zum nahe gelegenen Park gegangen. Einmal alleine und dann mit Yuki, zusammen haben wir dann auch einen kleinen Schatz (Schwesterherz und Mutti, ihr wisst was ich meine) gefunden. Vom Park folgen noch ein paar Eindrücke.

Im entsprechend Park ist der Koreanische Garten zu finden. Darin sind koreanische Architektur sowie Gartenbaukunst zu sehen.

Koreanischer Garten_01Koreanischer Garten_02

Spielende Kinder im Park – Auf Papkartons rutschen sie diesen Hand hinunter.

Das zweite Bild zeigt einen Ausblick auf einen der Seen im Park.

Tsurumi Park_02Tsurumi Park_01

Ein Gullideckel aus Yokohama (wie ersichtlich) – ich hoffe noch viele Gullideckel fotografieren zu können.

Yokohama

Gestern waren wir tagsüber unterwegs und haben mich beim Bürgeramt angemeldet. Danach sind wir dann ein Telefon für mich holen gegangen. Ich bin wieder mit der Welt verbunden! Das wird in Zukunft einiges einfacher machen.

Eigentlich war für den Freitagabend ein weiterer Taifun angesagt, aber irgendwie ist der nicht so richtig gekommen. Es hat zwar sehr viel geregnet (einige Gebiete in Japan haben mit Überschwemmungen zu kämpfen), aber es war nicht so windig. Aufregender war das Erdbeben gegen Mitternacht rum. Ich lag schon im Bett, aber dann hat auf einmal alles gewackelt und ich wurde durchgeschüttelt. Ich muss gestehen, dass ich dabei ein bisschen seekrank geworden bin. Heute morgen habe ich aber nochmal nachgefragt, ob das wirklich war oder ich nur geträumt habe. Nun, das Erdbeben war Wirklichkeit.

Entweder verschlafe ich entsprechende Naturgewalten oder aber sie sind doch schwächer als erwartet. Naja, ist vielleicht auch besser so 🙂

Wobei ich mir ziemlich sich bin, dass ich in zukünftigen Blogeinträgen bestimmt die Chance haben werde über dieses oder jenes Wetterphänomenchen zu berichten.

Ich danke wie immer für eure Aufmerksamkeit. Bleibt ab sofort wieder dran am Blog, den ihr könnt euch nie sicher sein, wann der nächste Eintrag kommt.

Liebe Grüße,

Rumi

P.s.: Zum Schluss noch was gesundes. Natto sind gegorene Sojabohnen, die werden hier gerne zum Fürhstück oder Abendessen gegessen. Da sie etwas riechen und die Konsistenz sowie Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig sind, werden sie Anfängern (also mir) mit geriebenem Rettich vermischt serviert. Es war nicht so schlimm wie erwartet….aber wirklich begeistert bin ich nicht. Auf dem Bild sieht das ganze irgendwie gefährlicher aus, als es eigentlich ist…..

Natto

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