Mandarinen, Handtuecher und Huehner!

Diese drei Dinge stehen (unter anderem) fuer die Stadt Imabari. Dort wohne ich naemlich jetzt. Ich habe eine Anstellung als Englischlehrer fuer Kinder und auch Erwachsene an einer kleinen privaten Englischschule gefunden. Ich habe auch ein eigenes kleines Apartement, welches (wie auch in Daenemark) direkt neben einem Friedhof liegt. Ich habe also wieder mal recht ruhige Nachbarn. Ein kleiner Nachteil ist das nicht vorhandene Internet. Ab und zu kann ich mir das Tablet-Geraet meiner Chefin ausleihen, aber zu oft moechte ich das auch nicht in Anspruch nehmen.

Darum wird sich das mit den Blogeintraegen etwas ziehen. Dafuer koennte es dann aber, wie auch jetzt, vielleicht mehr als nur einen geben. Mal schauen, was die Zeit dazu sagt. Ich empfehle uebringens den zusaetzlichen Beitrag jetzt zu lesen und dann mit diesem Beitrag fortzufahren. Rechts unter dem Titel „6 Tokyoter Reste“ zu finden.

Jetzt aber erstmal mehr zu Imabari. Die Stadt liegt in der Prefaektur Ehime, welche wiederum auf der Insel Shikoku liegt. Die Stadt hat ungefaehr 172000 Einwohner. Auf der einen Seite ist das Meer, auf der anderen Seite die Berge. Das war es auch irgendwie schon. Verglichen mit Tokyo mutet alles eher laendlich und kleiner an. Zum Beispiel gibt es nur ein hohes Gebaeude, das International Hotel mit 23 Stockwerken. Ein Schloss gibt es noch, dazu aber spaeter mehr.

Bekannt ist Imabari auch fuer seine Schiffsindustrie. Es kommen wohl auch recht viele aus dem Ausland um sich ein Schiff in den hiesigen Werften bauen zu lassen. (Diese naechtigen dann im vorher genannten Hotel)

Die Shimanami-Bruecke ist architektonisch in Japan bekannt und verbinden Shikuko ueber mehrere Inseln mit der Hauptinsel Honshu. Die Bruecke ist die einzige in Japan auf der Fussgaenger, Fahrraeder sowie Autos gleichzeitig unterwegs sein koennen.

Erwaehneswert sind dann aber noch die Dinge aus der Ueberschrift. Die Mandarinen aus Ehime gelten in ganz Japan als die schmackhaftesten. Die Handtuecher aus Imabari haben ausgezeichnete Qualitet, 60% der japanischen Handtuchindustrie liegen in Imabari. Was die Sache mit den Huehnern angeht, da bin ich mir selber nicht so sicher. Auf alle Faelle gilt „Yakitori“ (Huehnerfleisch auf Spiess) als regionale Spezialitaet.

Jetzt aber erstmal ein paar kleine Bildliche Eindruecke von meiner neuen Stadt:

Angereist bin ich mit dem Shinkansen bis nach Okayama und dann von dort mit folgendem Zug nach Imabari. Die zu sehenden Figuren sind aus der Serie Anpanman – ein Superheld der aus Brot mit rote-Bohnen-Paste-Fuellung besteht. Gelegentlich gibt er auch sein Gesicht Hungrigen…oder so. Unter Kindern bis 7 oder 8 Jahre DIE Serie schlecht hin.

Anpanman ZugAnpanman Zug

Es folgen meine Nachbarn. Und wer schon immer mal wissen wollte, wie ein japanischer Friedhof aussieht, bekommt jetzt die Antwort.

Nachbarn

Der obligatorische Gullideckel! Leider etwas verdreht. Bitte den Kopf auf die linke Schulter legen um die Perspektive zu richten.

Imabari Gulli

Der bergige Teil von Imabari. Und auch nur ein kleiner Ausschnitt. Dummerweise mit Strommast – aber die los zu werden ist beinahe unmoeglich.

Imabari Landschaft

Es ist also alles recht ruhig und beschaulig. Ich habe mir auch schon die Zeit genommen, dass Schloss von Imabari aufzusuchen. Gebaut 1602-1604 wurde es bist 1873 genutzt. Spaeter wurden Teile davon abgerissen und wieder neu aufgebaut. Inzwischen beherrbergt es mehrere kleine Museen zu japanischer Kunst, Keramik und Waffen. Der Turm hat 5 Etagen (nach deutscher Zaehlung 4) und man hat einen recht guten Ueberblick ueber die Stadt. Besonders an dem Schloss ist der Wassergraben. Normalerweise sind diese mit Suesswasser gefuellt. In Imabari wurde aber auf Grund der Naehe Meerwasser verwendet.

Imabari Schloss_01 Imabari Schloss_02

Recht gefaehrliche Treppen, wenn ihr mich fragt – fuer Besucher gab es eine etwas sichere Variante. Nicht das da noch jemand runterpurzelt.

Imabari Schloss_03

Leicht diesiger Ausblick auf das einzige hohe Gebaeude von Imabari. Im zweiten Bild ist das Meer zu sehen – Berge hatten wir ja schon.

Imabari Schloss_05 Imabari Schloss_04

Wirklich viel mehr kann ich gar nicht sagen. Damit ich unter Leute komme, habe ich begonnen in einem Damen-Chor zu singen. Viele aeltere Damen, die mich sympatisch finden…hach ja. Und naechstes Jahr werde ich vielleicht einen Sashiko-kurs (japanische Sticktechnik) besuchen. Der faengt aber erst im April. Was ich auf alle Faelle machen werde, ist zum Japanischunterricht gehen. Es gibt in Imabari einen Verein fuer Ausland (oder so). Dort gibt es einige Japaner die ehrenamtlich Unterrichten.

Das Jahr 2013 lasse ich aber in Tokyo ausklingen. Da befinde ich mich naemlich gerade. Also genau genommen Yokohama. Hier habe ich mit Freunden Weihnachten gefeiert. Das neue Jahr begruesse ich allerdings mit meiner japanischen Mutti 🙂 Darauf freue ich mich schon. Ich bin gespannt wie Silvester hier gefeiert wird.

Soweit also zum aktuellen Stand der Dinge. Ich weis leider nicht, ob ich dieses Jahr nochmal zum schreiben komme.

Vorsorglich wuensche ich euch allen einen guten Rutsch. Feiert nicht zu wild 😉

Liebe Gruesse,

Rumi

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