Eisen, Erdbeeren, Exzellenzen

Verehrte Leser, gehuldigte Leserinnen,

Teil zwei meines fabulösen Reiseberichtes steht an. Am Samstag (30.April) ging es früh 5 Uhr los. Mit meinen Gastgebern sind wir mit dem Auto in die Präfektur Shizuoka gefahren um dort ein Weltkulturerbe zu besichtigen.
Die Golden Week ist bekannt für ihre Staus und Menschenansammlungen, das im Hinterkopf habe ich mental vorbereitet und gehofft, dass es nicht so schlimm wird.

Naja, der Hinweg war ohne Stau und Probleme. Wir lagen so gut im Zeitplan, dass wir eine entspannte Toilettenpause einlegen könnten. Der Rasthof war sehr cool für mich, da er Figuren und Bilder von einem sehr bekannten Anime (japanischer Zeichentrickfilm) „Neon Genesis Evangelion“ ausgestellt hatte beziehungsweise so eingerichtet war.

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Hier werden Staumeldungen angezeigt

Das war aber nicht das einzige tolle an diesem Rasthof. Es ist mir nämlich endlich gelungen den Berg der japanischen Berge abzulichten.

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Und weil’s so schön ist, noch eine Nahaufnahme.

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Sogar mit Schneehäubchen 😄 Der Tag hat wirklich gut angefangen. Auf unserem weiteren Weg hat uns Fujisan noch oft entgegen geblinzelt, aber gegen Mittag hat er sich wieder in wolkige Schüchternheit gehüllt.

Unser erster Tagespunkt war da zweite Frühstück, welches aus Erdbeeren bestand. In Japan ist Erbeerpflücken recht beliebt und funktioniert folgender Maßen: Man bezahlt einen Preis und kann dafür so viele Erdbeeren pflücken und (Obacht!) essen wie man möchte. Man isst die Erdbeeren also vor Ort. Möchte man welche mit nach Hause nehmen, muss man einen Extra-Obolus entrichten.

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Kein lästiges Bücken

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Schale mit Kondensmilch zum tunken

Nach gefühlten hundert Erdbeeren später haben wir uns die Hände gewaschen und sind weiter gefahren. Unser Hauptziel war ein Denkmal, welches letztes Jahr zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Es handelt sich dabei um eine Eisenverarbeitungsfabrik die als Wendepunkt in der japanischen Industrialisierung gesehen wird. Gebaut wurde die Anlage 1857, heute sind nur noch zwei „Türme“, welches eigentlich Schmelzöfen sind, übrig.
Das ganze steht übrigens in Izunokuni im Stadtteil Nirayama.

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Gleich um die Ecke gab es eine Teeplantage, bei der man die Möglichkeit hatte sich in historische Kostüme zu schmeißen und selber Teeblätter zu pflücken.

Traditionell sind es Frauen, auch Tee-Töchter genannt, die diese Arbeit machen, aber in diesem Fall waren auch ganz viele Tee-Söhne unterwegs.

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Wo wir gerade schonmal in der Gegend waren haben wir uns auf den Weg gemacht eine alte Residenz (Juyobunkazai Ekawatei) eines in der Gegend bekannten Samurais zu besuchen. Leider ist mir der Name gerade entfallen…Ich schau nochmal in den Flyern nach.

Hier ein paar Fotos:

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Alles in allem war es ein sehr entspannter und so gar nicht mit Menschen überlaufener Tag. Auf dem Rückweg hatten wir etwas zähflussigen Verkehr, das hat das Radioprogramm aber gut ausgeglichen. Es wurden nur Anime-Lieder gespielt.

Zum Abschluss noch ein Gullideckel von Izu no Kuni, Nirayama. Mit dem Fujisan, Erdbeeren und dem Eisenwerk.

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Bis zum nächsten Teil meiner Urluabswoche.

Liebe Grüße,
Rumi

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